Mit einem Festwochenende feierten die Kunstsammlungen Chemnitz im König-Albert-Museum am Theaterplatz am 10. und 11. Juli 2010 den Abschluss der 20-jährigen Bauphase. Höhepunkt war dabei die Eröffnung von zwei neuen Ausstellungsräumen.
20 Jahre nach der Wende und 100 Jahre nach der Errichtung des Gebäudes hat die Stadt Chemnitz nun ein ausschließlich der Kunst gewidmetes Haus. Lange Zeit waren in dem Gebäude neben dem Kunstmuseum auch der Rundfunk, die Theaterschneiderei und das Naturkundemuseum untergebracht.
Eröffnet wurden die neuen Austellungssäle im Beisein von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Generaldirektorin Ingrid Mössinger am Samstag, 11 Uhr, mit einem Festakt. Zudem gab es am Samstag und Sonntag Führungen, Workshops und Musik. Der Samstag klang um 22.30 Uhr mit einem Feuerwerk aus. Am Sonntag gab es ab 11 Uhr eine Podiumsdiskussion mit Baubürgermeisterin Petra Wesseler und Architekten, die an der Sanierung beteiligt waren. Der Eintritt kostete an diesem Wochenende nur 1 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren hatten freien Eintritt.
Das Museum ist jetzt barrierefrei zugänglich.
An der Südseite des Museums wurde bereits 2002 ein Glasaufzug angebaut, der einen barrierefreien Zugang zu allen bis dahin restaurierten Museumsräumen möglich machte. In mehreren Bauabschnitten wurde dann der Durchgang durch riesige Glastüren verschlossen. Diesen geschlossenen Durchgang überspannt inzwischen eine ästhetisch gelungene Brücke. Damit ist auch der neueingerichtete Ausstellungssaal mit Gemälden des 18. und 19. Jahrhunderts mit einer eigens dafür gestalteten farbigen und raffiniert beleuchteten Wandstruktur barrierefrei zugänglich.
Die exquisite Skulpturensammlung des Hauses erhält jetzt einen dem Rang der Sammlung angemessenen Rahmen.
Die Kunstbibliothek, die mit über 70.000 Bänden kunstwissenschaftlicher Literatur zu den größten Spezialbibliotheken in Sachsen gehört, hat mit dem Umbau auch einen neu gestalteten Lesesaal erhalten. Damit sind diese Bestände, zahlreiche Kunstzeitschriften und ein umfangreiches Schriften- und Fotoarchiv öffentlich zugänglich.
Da nun im Museum mehr Platz zur Verfügung steht, war es erstmals möglich, eine professionelle Grafikwerkstatt einzurichten. Darüberhinaus gibt es zwei Sonderausstellungsräume. In dem kleineren Raum werden zur Neueröffnung Werk von Carlfriedrich Claus zu sehen sein.